Vorstandssitzung bei den Freien Wählern
Alexander May konnte am 26.01.2012 keine große Runde zur ersten Vorstandssitzung des Jahres in der „Rose“ in Leutershausen begrüßen. Viele Vorstandsmitglieder hatten sich wegen Krankheit oder wegen anderer sehr wichtiger Gründe abgemeldet. Bei den Themen ragten die Verkehrssituation in Großsachsen und der angestrebte Neubau einer Trainingshalle hervor. Auch wichtige Veranstaltungen für 2012 wurden auf den Weg gebracht.
Die Veranstaltungen waren auch der erste Tagesordnungspunkt. Weitere drei Vorstandssitzungen und die Jahreshauptversammlung wurden terminlich untergebracht, die Freien Wähler werden auch in 2012 an den Ferienspielen der Gemeinde teilnehmen. Das Ausbildungscenter von ABB in Heidelberg soll dank Vermittlung von Volker Barzyk mit einer Klasse der Drais-Schule wieder besucht werden, im Schlossgarten Schwetzingen soll ein Blick „hinter die Kulissen“ ermöglicht werden. Landrat Stefan Dallinger wird in einem Vortrag aktuelle Kreisthemen beleuchten. Daneben sind weitere Veranstaltungen in der Planung, Einzelheiten werden zu späterer Zeit bekannt gegeben. Gesetzte Veranstaltungen sind außerdem das Heringsessen am 22.Februar, „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ im September und das Martinsgansessen am 11. November.
Im Mittelpunkt des Berichts aus dem Gemeinderat von Peter Johe stand die durch den zweigleisigen Ausbau der OEG entstandene Verkehrsproblematik in Großsachsen(Kabarettisten sprechen inzwischen von „Sachsen Anhalt“). Die anfangs völlig unhaltbaren Rückstaus und Wartezeiten an den Ampeln seien kürzer geworden, es sei nachgebessert worden. Es müsse jedoch das Ziel sein, die weitere Normalisierung des Verkehrs für Autofahrer und Anwohner zu erreichen. Dafür werden sich die Freien Wähler einsetzen und zu Wort melden. Johe erwähnte i.d.Z. auch den morgendlichen Rückstau in der Breitgasse, hier müsse eine spürbare Verbesserung möglich sein. Er appellierte dabei an die deutsche Ingenieurskunst. Aus dem Gremium wurde auch vorgeschlagen, die bei den Ampelzeiten sicherlich vorgegebene Bevorzugung der B 3 zugunsten der Breitgasse zu kürzen. Auch wurde erwähnt, dass der Verzicht auf das Auto und der Umstieg auf die OEG eine Erleichterung bringen würden. Johe erinnerte daran, dass die noch nicht umgesetzte Taktverdichtung(morgens und abends) der Hauptgrund für den Ausbau und dessen Förderung durch den Bund war. Sie werde kommen und neue Kosten zulasten der Gemeinden entlang der OEG zwischen Schriesheim und Weinheim verursachen. Ab 2013 wolle der Kreis einen höheren Anteil als bisher zu diesen Betriebskosten beisteuern. Die Verdichtung und die Tatsache der Kreuzung der Züge in Großsachsen können die Verkehrsprobleme deutlich verstärken. Wenn nicht spürbare Verbesserungen bereits vor der Taktverdichtung erfolgen, werde Schlimmes für Verkehrsteilnehmer und die Anwohner befürchtet.
Kreisrat Fritz Bletzer berichtete allgemein von einer positiven Entwicklung im Rhein-Neckar-Kreis. Dies sei auch auf die fach- und sachorentierte Arbeit von Landrat Stefan Dallinger zurück zu führen.
Im Rahmen des neuen Newsletters für das 1. Halbjahr 2012 werden die Freien Wähler auch das Thema „Neubau einer Trainingshalle“ nochmals behandeln. Dabei werde auch das Abstimmungsverhalten von Gemeinderäten dargelegt werden. Die anwesenden Vorstandsmitglieder waren sich einig, dass diese Trainingshalle benötigt wird. Sie gehöre zur Infrastruktur einer Gemeinde im Ballungsraum wie Kindergärten mit frühkindlicher Bildung und mit ausreichender Bedarfsdeckung oder wie Kinderkrippen. Wenn eine Gemeinde im Umfeld von zwei Großstädten attraktiv bleiben will, muss sie neben der Ausweisung von Wohnbaugebieten für junge Familien auch die Flächen für sportliche Betätigung anbieten. Diese Trainingshalle sei für alle Sportvereine in der Gemeinde und deren Breitensport gedacht, wichtig sei auch, dass die Vereine weitere und auch neue Sportarten ins Programm nehmen wollen, was jedoch bisher wegen fehlender Hallenkapazitäten scheiterte. Keineswegs wollen die Freien Wähler diese Halle sofort gebaut haben, es ginge jedoch um die Bedarfserhebung und um die Standortentscheidung. Abschließend wurde festgestellt, dass nach einhelliger Meinung von Fachleuten, die Gemeinde Hirschberg für lange Zeit Zuzugsgemeinde bleibe, da im Umfeld attraktive Arbeitsplätze vorhanden seien und auch erhalten blieben.
Unter Sonstiges wurde der in Umfragen deutlich erkennbare Niedergang der FDP kurz angesprochen. Alexander May fragte sich für den Fall der Bestätigung des Niedergangs in den nächsten Wahlen auf Bundes- und Landesebene, wer diese Lücke ausfüllen könne. Die überwiegende Mehrheit des Vorstands schloss dabei die Freien Wähler aus, sie sollten sich auf den kommunalen Bereich konzentrieren und hier ihre sachorientierte Arbeit mit Augenmaß und unabhängig von jeglicher Ideologie fortsetzen. - May berichtete auch davon, dass der Landesverband der Freien Wähler Gespräche mit der grünroten Landesregierung anstrebe, um bei Entscheidungen im Bereich der Kommunen ihre Stimme stärker als bisher einzubringen. Auch werde der Landesverband die Regierungsparteien an ihre Aussage vor der Wahl erinnern, wonach die Kommunen eine bessere Finanzausstattung bräuchten, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. - Die Freien Wähler wollen auch Überlegungen anstellen, wie sie weitere Bürgerinnen und Bürger für die kommunalpolitische Arbeit interessieren können. Sie wollen sich breiter aufstellen, die Einbindung von fachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern sei wünschenswert. May lud hierzu herzlich ein, Mitarbeit jeglicher Art sei jederzeit willkommen.