Freie Wähler Hirschberg e. V.
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Martinsgansessen und Kommunalpolitik in der alten Villa

Alexander May, seines Zeichens erster Vorsitzender der Freien Wähler Hirschberg, ging in seinem Jahresrückblick auf viele Ereignisse – nicht nur in der Kommunalpolitik - ein. Aber auch die Gespräche an den Tischen waren sehr interessant. Die Teilnehmer schnitten für Hirschberg wichtige Themen an.

Nach der kurzen Begrüßung durch May wurde die Suppe serviert. Eine sehr gute Lauchcremesuppe regte bei den Besuchern den Appetit für den Hauptgang an. Darauf mussten sie jedoch zunächst warten, denn May blickte auf die ersten 10,5 Monate in 2011 zurück. Vom Abgang Guttenbergs über die Landtagswahlen, dem Kollaps japanischer Atomkraftwerke, dem arabischen Frühling, der Finanzkrise südeuropäischer Länder ging die gedankliche Reise nach Libyen und Syrien. Dann kam er auf die kommunalen Ereignisse zu sprechen. Das Verhalten der Partei „Die Linke“ nach den Landtagswahlen bestätige nochmals deren Nichteinladung zur Podiumsdiskussion der Freien Wähler im Januar 2011. In der Gemeinde seien in 2011 drei Richtfeste (HLZ, Seniorenzentrum und Kinderkrippe) gefeiert worden, beim Konzessionsvertrag habe sich der Gemeinderat für die Stadtwerke Viernheim entschieden, die Werkrealschule habe Tritt gefasst, der Rasenplatz in Leutershausen sei eingeweiht worden und nicht zuletzt habe Zeilfelder seinen neuen großen Laden im Sterzwinkel eröffnet. Den von Zeilfelder angebotenen Taxidienst lobte May ausdrücklich. Für die am 27.11.2011 anstehende Volksabstimmung zu Stuttgart 21 gab May die Meinung des Landesverbandes der Freien Wähler wieder. Dieser hält einen möglichen Ausstieg aus den abgeschlossenen und gültigen Verträgen für Stuttgart 21 für nicht vertretbar und empfiehlt daher, mit Nein zu stimmen. Irreführend sei ein Plakat der SPD, sie gebe keine Empfehlung ab, sie sage nur „Volksabstimmung jetzt“. May vermisst Plakate der CDU und der FDP – Stand 13.11.2011 -. Von beiden ehemaligen Regierungsparteien müsste man doch erwarten können, dass sie auch auf Plakaten den Wählerinnen und Wählern ihre Auffassung zur Volksabstimmung kundtun und eine Empfehlung geben.

Der Hauptgang – Gänsebrust mit Rotkohl, Kastanien, Knödel und Nudeln mit reichlich Sauce – mundete sehr. Der gute Wein von Werner Volk oder die einheimischen Biere lockerten auf und die Gespräche an den Tischen ließen nicht auf sich warten. Nochmals wurde die Eröffnung des neuen Zeilfelder – Marktes im Sterzwinkel angesprochen. Es sei sehr erfreulich, dass an den ersten Tagen -  nicht nur bei der Eröffnung - zeitweise kein Parkplatz zu kriegen war. Das Angebot sei vielfältig und sehr umfangreich. Die Schließung des alten Marktes im Ort wurde bedauert, aber man zeigte auch Verständnis für Zeilfelder. Seine Entscheidung, einen Taxidienst auf seine Kosten zu installieren, sei sehr honorig und sehr zu begrüßen. Zusammen mit seinem Lieferdienst sei damit für ältere Menschen gewährleistet, fast wie bisher bei ihm einkaufen zu können.

Im September des Jahres wurde im Gemeinderat das Thema „Falsches Parken“ behandelt. Die Teilnehmer begrüßten, dass vor Allem das fehlerhafte Parken auf den Gehsteigen, was oft dazu führe, dass Benutzer von Rollatoren oder Personen mit Kinderwagen auf die Straße ausweichen müssten, diskutiert worden sei. Es sei auch nicht hinnehmbar, dass Fahrzeuge der Feuerwehr oder der Ersten Hilfe oder der Müllabfuhr Probleme hätten, in den alten Ortskernen ihre manchmal Lebens entscheidenden  Aufgaben zu erfüllen. Der Vorschlag der Verwaltung, Falschparker zu melden und nach Möglichkeit noch ein Bild mitzugeben, fand jedoch keine Zustimmung, er sei nicht praktikabel. Bei einem solchen Verhalten der Einwohnerinnen und Einwohner bestehe die Gefahr, dass die Dorfgemeinschaften in Großsachsen und Leutershausen deutlich gestört würden. Vielmehr müssten kompetente und befugte Beauftragte der Verwaltung tätig werden und auch Strafzettel ausgeben. Sonst sei das Problem nicht in Griff zu bekommen. 

Der Ausbau der OEG war auch ein wichtiges Thema. Die Installierung von mehreren neuen Ampeln in Großsachsen und ihre Schaltung hätten z.T. zu unhaltbaren Zuständen geführt.  Von bis zu 8 Minuten Wartezeit an einer Ampel (Linksabbieger B 3 in Friedrich-Ebert-Straße oder Hohensachsener Straße) war die Rede. Wiederholt wurde auch berichtet, dass vor Allem jüngere Menschen ungeduldig wurden und trotz roter Ampel die Kreuzungen überquerten. Hier sei der allgemeine Grundsatz, dass die Verkehrsteilnehmer die getroffenen Regelungen auch verstehen müssen, um sie zu akzeptieren, nicht eingehalten worden. Mehrfach wurde von katastrophalen Zuständen gesprochen und gefordert, dass unbedingt nachgebessert werden müsse, ansonsten würden die Verkehrsteilnehmer auf die Barrikaden gehen.

Beim Ablauf der Veranstaltung war Erfreuliches festzustellen. Insbesondere Alexander May, Volker Barzyk, Sven Fertig, Jürgen Kirsch und Christoph Oeldorf übernahmen die reibungslose Bedienung der Gäste. Sie versorgten die Gäste auch mit  köstlichen und hoch dekorierten Verdauungshilfen aus dem Hause Werner Volk. Dieser vorbildliche Service ist nach Meinung des Chronisten die Bestätigung des erfolgten Generationswechsel bei den Freien Wählern Hirschberg.

Nach dem Dessert ergriff Alexander May erneut das Wort und dankte dem Küchenteam mit Axel und Margarete Ehret und Roland und Ingrid Müller herzlich und übergab Gutscheine. Mit viel Beifall wurde dem Team von den Teilnehmern für das vorzügliche Menü gedankt.

May nutzte die Gelegenheit und gratulierte einem Vorstandsmitglied zum Geburtstag, zur weiteren Inspiration überreichte er ihm eine Spirituose von Werner Volk . Vorher hatte der Ehrenvorsitzende Manfred Kopp die Teilnehmer zu einem Geburtstagsständchen animiert. May dankte für den sehr guten Besuch (knapp 45 Personen). Kreis- und Gemeinderat Fritz Bletzer, Fraktionschef Peter Johe, der Ehrenvorsitzenden Manfred Kopp und sehr viele aus dem Vorstandsteam waren gekommen. Die Mitglieder lud May zur Mitgliederversammlung am 17. Nov. 2011 herzlich ein.